Auszug aus dem Statut der Musikschule Nußdorf/Traisen

1.                Der Musikschulunterricht umfaßt zumindest ein Hauptfach, in dem ein regelmäßiger Unterricht erfolgt. Ergänzungsfächer sollen das Erlernte auf praktische Weise vertiefen oder dienen der Vermittlung theoretischer Grundlagen. Workshops und Schulprojekte sind zeitlich begrenzte Übungsvorgänge an einer konkreten Problemstellung oder zu einem bestimmten Themenbereich.

 

Der Unterricht findet nach Unterrichtseinheiten statt.

 

Eine Unterrichtseinheit beträgt 50 Minuten.

 

-Grundsätzlich ist die Musikschule verpflichtet, als Gegenleistung für das Jahresschulgeld 30 Stunden Unterricht abzuhalten (lt. NÖ Musikschulgesetz). Sollte diese Mindeststundenanzahl unterschritten werden, entsteht Anspruch auf Refundierung des Schulgeldes in der Höhe der zu wenig gehaltenen Stunden.

 

-Entfällt eine Unterrichtseinheit durch Verhinderung ( Ausnahme Erkrankung) des Lehrers/der Lehrerin, so hat der Lehrer/die Lehrerin diese innerhalb von zwei Wochen nachzuholen, hierbei ist der Termin mit dem Schüler/der Schülerin abzustimmen. Bei längerer Erkrankung des Lehrers/der Lehrerin (über drei Wochen in Folge) muss von Seite der Musikschule ein geeigneter Vertreter/Vertreterin gestellt werden.

 

-Entfällt eine oder mehrere Unterrichtseinheit(en) durch Nichterscheinen (egal ob entschuldigt oder nicht entschuldigt) eines Schülers/einer Schülerin, so gilt diese UE als entfallen und wird weder nachgeholt, noch entsteht dadurch ein Anspruch auf Refundierung des Schulgeldes für die entfallenen Stunden.

 

-Ebenfalls kein Anspruch auf Rückerstattung des Schulgeldes oder auf Nachholung der entfallenen Stunden entsteht durch das Ausfallen von Stunden auf Grund gesetzlicher Feiertage.

 

-Als Ausnahme von dieser Regelung gilt:

 

Dauert die Erkrankung eines Schülers/einer Schülerin mehr als 3 Wochen an (mehr als 3 entfallene Wochenstunden in Folge) so wird nach Vorlage einer ärztlichen Bestätigung das Schulgeld für diesen Zeitraum zurückerstattet.

 

-Die Regelung der Ferien ist analog zur Ferienregelung der Pflichtschulen getroffen.

 

2.                Zugang, Aufnahme und Ausschluß von Schülern

 

Die Musikschule des Musik- und Kulturvereines Nußdorf/Traisen ist für Personen aller Altersgruppen, für Kinder ab dem vollendeten 4 Lebensjahr (Ausnahme MFF schon ab 18 Monaten), zugänglich, wenn der erforderliche Ausbildungsplatz vorhanden und die Eignung des Schülers/der Schülerin gegeben ist. Die Aufnahme in die Musikschule erfolgt nach frei verfügbaren Unterrichtsplätzen. Können nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden, sind nach Auswahlverfahren die begabten Schüler/Schülerinnen bevorzugt aufzunehmen.

 

Die Anmeldung zur Musikschule erfolgt schriftlich jeweils für ein Schuljahr und gilt mit Besuch der ersten Unterrichtsstunde im darauf folgenden  Schuljahr als für ein weiteres Jahr verlängert. Eine Abmeldung während des Schuljahres ist nur bei schwerer Krankheit, Wohnsitzwechsel und dergleichen zulässig.

 

Eine Anmeldung während des Schuljahres ist nur zu Beginn des zweiten Semesters möglich.

 

Bei schweren Verstößen gegen die Schulordnung sowie bei unentschuldigtem Fernbleiben im Ausmaß von mehr als 50% der Unterrichtseinheiten kann ein Schüler/eine Schülerin vom Unterricht ausgeschlossen werden. Ein weiterer Ausschlußgrund ist das Nichtbezahlen des Schulgeldes über einen Zeitraum von 6 Monaten.

 

3.               Studienbedingungen, Lehrpläne, Studienverlauf und Studiendauer werden durch den                                       „Gesamtösterreichischen Rahmenlehrplan der Konferenz der österreichischen Musikschulwerke“ vorgegeben.

 

4.                Prüfungsordnung, Zeugnisse

 

a.      Übertrittsprüfung

 

Am Ende jedes Studienabschnittes findet eine Übertrittsprüfung statt. Diese wird kommissionell durchgeführt. In begründeten Einzelfällen kann der Lehrer/die Lehrerin eine individuelle Unterrichtsplanung vornehmen, die keine Übertrittsprüfung vorsieht. Diese Sondermaßnahme ist mit dem Fachvorstand und dem Musikschulleiter abzusprechen.

 

b.      Kontrollprüfung

 

Wenn die Lernfortschritte eines Schülers/einer Schülerin nicht der Regel entsprechen, beziehungsweise wenn abgesehen werden kann, dass der Schüler/die Schülerin das Lehrziel nicht erreicht, kann nach vorheriger Kontaktnahme mit dem/der Erziehungsberechtigten binnen zwei Wochen eine kommissionelle Kontrollprüfung angesetzt werden, deren negativer Ausgang die Beendigung der Ausbildung bedingt.

 

c.      Abschlußprüfung

 

Auf Wunsch des Schülers/der Schülerin kann nach Beendigung der Oberstufe eine Abschlußprüfung abgelegt werden.

 

 

 

Mit dem Ablegen einer Übertrittsprüfung erwirbt sich der Schüler/die Schülerin das Anrecht auf die Ausstellung eines Zeugnisses über den, mit der Prüfung beendeten Studienabschnitt.